
Die Feuerwehr Köln stand vor der Entscheidung, ihre Leitstelle mit einem zuverlässigen Kommunikationssystem auszustatten und gleichzeitig eine eigenständige Rückfallebene zu schaffen.
Die Erfolgsgeschichte
Die Feuerwehr Köln stand vor der Entscheidung, ihre Leitstelle mit einem zuverlässigen Kommunikationssystem auszustatten und gleichzeitig eine eigenständige Rückfallebene zu schaffen. Hierfür fiel die Wahl auf das Funkbediensystem LARDIS, das speziell für die Funkkommunikation im Rückfallbetrieb eingesetzt wird.
Die Feuerwehr Köln erteilte der Fa. Frequentis den Auftrag, die Leitstelle mit ihrem Kommunikationssystem ASGARD auszustatten. Im Rahmen dieses Auftrags, wurde auch ein weiteres, unabhängiges Funkbediensystem als eigenständige Rückfallebene gefordert. Gemeinsam entschied man sich für das Funkbediensystem LARDIS. Für das System im Rückfallbetrieb wurde ausschließlich die Kommunikation per Funk als Anforderung definiert, Telefonie und Statusverwaltung waren kein Bestandteil.
Als Bedienhardware wurden die bereits vorhandenen Arbeitsplätze inkl. dem dafür vorhandenen Besprechungs-Zubehör definiert. In der Leitstelle der Feuerwehr Köln, die sich aus einer Haupt-Leitstelle mit 18 Arbeitsplätzen und einer Ausweich-Leitstelle mit 22 Arbeitsplätzen zusammensetzt, muss das LARDISSystem im Höchstfall auf 40 Arbeitsplätzen parallel betrieben werden können, die dabei auf insgesamt 14 Funkgeräte (10x TETRA-FRT und 4x Analoggerät 4m) zugreifen müssen.
Bisherige LARDIS-Installationen und -Testszenarien waren auf 16 parallel betriebene Arbeitsplätze ausgelegt. Um dies im Vorfeld der Installation sicherzustellen, wurde beim Hersteller des LARDIS-Systems, der Fa. RTM Informationstechnologie GmbH & Co. KG, ein entsprechender Test-Aufbau durchgeführt und die Funktionalität konnte nach einer Anpassung in der Software bestätigt werden. Um ein höchstmögliches Maß an Redundanz sicherzustellen, wurde im Projektverlauf definiert, dass jedes Funkgerät über eine eigene LARDIS-Box an das System angeschlossen werden muss. Hierbei entstand eine weitere Notwendigkeit in diesem Projekt: Bei einem entsprechenden System-Ausfall muss die Anbindung der Funkgeräte vom ASGARD-System auf das LARDIS-System umgeschaltet werden. Hierzu entwickelte ein Sub-Unternehmer von Frequentis in diesem Projekt, die Fa. Dörr Elektronik, einen Umschalter, der über ein Modbus-System die PEI-Schnittstelle aller Funkgeräte zwischen beiden Systemen per Knopfdruck wechselt.
Die Planung des LARDIS-Systems übernahm der elw-tec Fachhandelspartner Labitzke GmbH & Co. KG. Dieser führte auch in Zusammenarbeit mit Frequentis und Dörr Elektronik die Installation und Konfiguration vor Ort durch. In nur 3 Mann-Tagen wurde das LARDIS-System als Rückfallebene in der Leitstelle der Feuerwehr Köln installiert, konfiguriert und in Betrieb genommen. Aufgrund der Einbindung der Arbeitsplätze in die Domain-Gruppenrichtlinien können künftige Aktualisierungen des LARDIS- Systems zentral über die Systemadministratoren vor Ort oder per Fernwartung installiert werden.
In den Tests der Rückfallebene konnte problemlos zwischen den Systemen umgeschaltet und mit dem LARDISSystem gearbeitet werden. Hierbei wurde vor allem die intuitive Bedienbarkeit des LARDIS-Systems gelobt.
Verbaute Produkte
- 40 x LARDIS Desk-Applikation
- Software-Aktualisierungspaket
- 15 x LARDIS-Box inkl. Anschlusskabel
- Modbus-PEI-Umschalter









